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Auf dieser Seite diskutieren wir unsere Vorstellung von globaler Zusammenarbeit, berichten wir von der arbeit von Partnervereinen und über die Millenniumsentwicklungsziele
Black&White International (im Aufbau) Bürger(innen)-Netzwerk zur Stärkung der gemeinsamen Fähigkeiten, eine Welt ohne Armut, Gewalt und Ungerechtigkeit zu schaffen durch internationale Kooperation von Menschen der verschiedensten Nationen, Völker, Religionen, Hautfarben, Frauen und Männer und durch Mitarbeit an der Ausarbeitung von GloryEines Globalen Reformprogramms: Menschlichkeit (Humanity) zuerst! Vorschlag zum Charakter, zur Organisation und der internationalen Zusammenarbeit in Black&White International
Dieser Vorschlag vom Vorsitzenden von der Initiative Black&White in Deutschland, Wolfgang Lieberknecht, ist gedacht, die Diskussion über die Strategie unseres Netzwerkes zu beginnen, nicht zu beenden. Wir hoffen auf viele Kritiken, Kommentare, Fragen, weil eine gemeinsame Strategie einmal die Grundlage unserer gemeinsamen Arbeit als Netzwerk Black&White International werden soll und somit Grundlage unseres Profils. Also sollte sich auch denen, die Black&White bilden wollen, verständlich und klar sein und als Arbeitsgrundlage willkommen sein. Und wir können und werden vor dem endgültigen Beschluss der Strategie bei einem Kongress zur Gründung Black&White International auch schon viel Erfahrung gemacht haben, wie man diese Strategie in die Praxis umsetzen kann, was geht, was nicht, was realistisch ist und was unerreichbar.
Vision über den Aufbau des Netzwerkes Black und White International und die Zusammenarbeit der Black&White-Gruppen in den einzelnen Ländern und Orten
Eine global vernetzte Bürger(innen)koalition für eine Welt ohne Krieg, Gewalt, Hunger und Armut, Diskriminierung Ungerechtigkeit, oder positiv für Frieden, ausreichende Lebensbedingungen, Demokratie, Gerechtigkeit und Solidarität
Wir stimmen als Mitglieder und Organisationen im Netzwerk Black&White in der Überzeugung überein, dass eine wie heute in arm und reich gespaltene Welt keine friedliche Zukunft hat. Armut ist für viele eine tägliche Lebensbedrohung durch Hunger, fehlende Gesundheitsversorgung, fehlende Bildung und Ausbildung und Mangel an Arbeitsmöglichkeiten. Armut ist ein wesentlicher Grund für unnötigen Tod an jedem Tag. Und die mit ihr verbundene Perspektivlosigkeit ist ein wesentlicher Grund für innerstaatliche Kriege und Kriminalität. Die Armut wurde durch Sklavenhandel, Kolonialzeit, Stellvertreterkriege im Kalten Krieg und wird immer noch durch ihre Dominanz der Weltwirtschaft und Weltpolitik zu einem guten Teil durch die Politik der Industrieländer verursacht. Ein Ausweg aus der Armut und damit die Perspektive auf eine friedliche Welt, wird es nur geben, wenn sowohl in den armen als auch den reichen Ländern Veränderungen vorgenommen werden, die das Ziel haben, zu einer weltweiten Angleichung der Lebensverhältnisse zu kommen. Das wird nicht gehen, ohne einen Zusammenschluss der heute Benachteiligten und derer, die diese Benachteiligung als unmenschlich und ungerecht und auch auf Dauer als Risiko für ihren eigenen Frieden sehen. Sie müssen auf nationaler und internationaler Ebene eine Reformkoalition aufbauen, die stark genug ist, Armut auf allen Ebenen weltweit zu beseitigen. Die heutigen Zustände haben aber auch Verteidiger, Menschen, die sowohl in den reichen als auch armen Ländern von den heutigen Zuständen profitieren und ihre Macht einsetzen, diese Verhältnisse aufrechtzuerhalten. Ihre Kraft fußt auf nationalen als auch internationalen gesellschaftlichen und poltischen Blöcken der Zusammenarbeit. Und ihre Kraft ist umso größer, je weniger die Benachteiligten sich einmischen mit ihren Interessen.
Mit Black und White wollen wir einen globalen Reformblock mit aufbauen, der in der Lage ist eine sozial gerechte Welt ohne Krieg und Armut zu schaffen. Und damit vertreten wir sogar auch die Interessen der heute Privilegierten, weil auch für sie eine Welt ohne Frieden letztlich keine lebenswerte Welt mehr sein wird. Ihr krampfhaftes Festhalten an ihren Vorrechten ist ein blinder Egoismus, blind sogar für die eigenen langfristigen Lebensinteressen. Und dies kostete und kostet auch jungen Leuten aus den Industrieländern zu Zehntausenden das Leben, die deren Dominanz in Vietnam, Irak, Afghanistan, Tschetschenien u.a. militärisch aufrechterhalten sollen, zu Zehntausenden das Leben (von den Millionen in den armen Ländern ganz zu schweigen). Ebenso wie in Afrika in Liberia, Sierra Leone und vielen anderen Ländern, wo es in den inneren Kriegen um die Erhaltung der Dominanz kleiner Eliten ging.
Was wollen wir beitragen zum Aufbau dieses internationalen Reformblocks?
Das Engagement auf sieben Ebenen halten wir dafür für erforderlich, die auf einander aufbauen und sich ergänzen:
1.) Persönliche Verbindungen aufbauen über alle Grenzen und sozialen Spaltungen und good news schaffen
2.) Die Lebensbedingungen der anderen kennenlernen
3.) Das Wissen über nationalen Hintergründe austauschen und diskutieren
4.) Zwischenstaatliche und Internationale Beziehungen diskutieren
5.) Über Reformmöglichkeiten und Reformbewegungen informieren und diskutieren
6.) Die UNO-Programme uns Institutionen kritisch unterstützen
7.) Bürgerprojekte bekanntmachen, unterstützen oder auch initiieren
Die einzelnen Aufgaben:
1.) Persönliche Verbindungen aufbauen über alle Grenzen und sozialen Spaltungen und good news schaffen
Wir wollen dazu beitragen, dass Menschen, die eine Welt mit gleichen Rechten für alle aufbauen wollen, über alle nationalen, ethnischen und religiösen Grenzen hinweg in Kontakt kommen und untereinander Vertrauen aufbauen durch verlässliche, ehrliche Beziehungen. Heute gibt es auf der Welt noch viele Menschen, die persönlich nie eng mit einem Menschen mit anderer Hautfarbe, von einem anderen Kontinent oder einer anderen Ethnie oder Religion gesprochen haben. Und in der Berichterstattung dominiert – im Sinne von bad news sind good news – das, was falsch läuft. Mangelnde eigene Erfahrung und schlechte Nachrichten sind Basis für viele Vorurteile, Fremdenfeindlichkeit und gar Hass, die auch immer wieder politisch missbraucht werden können. Wie nie zuvor in der Geschichte hat die Menschheit heute durch das Internet, die internationalen Sprachen, die modernen Transportmittel, aber auch die Migration. Selbst die Flucht und der Aufenthalt als Flüchtling in einem anderen Land, kann man bei aller Tragik auch in dieser Hinsicht als Chance sehen, neue Kontakte aufzubauen, mehr übereinander zu erfahren und sich zu unterstützen.
2.)Die Lebensbedingungen der anderen kennenlernen
Black&White will aber noch mehr: Durch unseren Kontakt können wir kennenlernen, wie wir leben, welche Träume wir haben, welche Nöte wir haben. Das kommt in den großen Medien zu kurz. Was wir täglich in unserem Umfeld sehen und wo wir vielleicht denken, dass müssten alle wissen, ist Menschen in anderen Ländern manchmal weitgehend unbekannt. Wie unterschiedlich etwa ein Leben in einem Land mit Sozialstaat ist oder in einem Staat, wo Du für Dein Leben nur auf Dich und Deine Familie angewiesen bist. Wir wollen also als Black&White dazu beitragen, dass die Menschen mehr voneinander wissen, um dadurch Mitgefühl und Solidarität zu wecken. In den europäischen Industrieländern wird es etwa von den Bürgern als ein Menschenrecht angesehen, dass der Staat dafür zu sorgen hat, dass jeder sauberes Trinkwasser , gesundheitliche Betreuung bekommt, nicht hungern muss und die Kinder und Jugendlichen ein Recht auf Bildung und Ausbildung haben. Wir wollen dazu beitragen, die globale Dimension der Rechte sicht- und fühlbar zu machen.
3.)Das Wissen über nationale Hintergründe austauschen und diskutieren Was sind die Gründe für Armut in dem einen Land oder bei einem Teil der Gesellschaft, was sind die Hintergründe für Wohlstand und Reichtum? Dazu gibt es Meinungen und Wissen und wir wollen das untereinander austauschen, um voneinander zu lernen und so zu verstehen, was sich ändern kann und muss.
4.)Zwischenstaatliche und Internationale Beziehungen diskutieren Gründe für Armut und Reichtum, Gewalt und Krieg liegen häufig nicht nur im eigenen Land, sondern haben Ursachen in der Wirtschaft oder Politik in anderen Ländern. Durch den Austausch von Informationen und Meinungen darüber, wem wo wie eine Politik oder Wirtschaftsbeziehungen nutzen oder schaden, können wir lernen, bei den eigenen wirtschaftlichen und politischen Entscheidungen auch die Auswirkungen woanders zu verstehen und dies in der Gesellschaft bekanntzumachen, um Positives zu unterstützen und Negatives zu überwinden.
5.) Über Reformmöglichkeiten und Reformbewegungen informieren und diskutieren Darüber hinaus wollen wir unser Wissen darüber austauschen, welche Reformideen und Reformbewegungen in unseren Gesellschaften vorhanden sind, um voneinander zu lernen und uns auch gegenseitig zu unterstützen.
6.) Die UNO-Programme und Institutionen kritisch unterstützen Nach ihrer Aufgabe – formuliert v.a. in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte - hat die UNO die Ziele, die auch wir uns vorgenommen haben: eine Welt mit Menschenwürde für alle und ohne Krieg zu schaffen. Die Entscheidungen der UNO hängen aber auch wieder ab von den Entscheidungen der jeweiligen Staaten und ihrem internationalen Gewicht. Doch gibt es zu allen existentiellen Themen der Menschheit UNO-Organisationen und häufig auch globale Ziele und Programme, wichtige Konferenzen und Datensammlungen. Wir sollten auf allen Gebieten diese Programme verfolgen und kritisch begleiten. Und im und über unser Netzwerk auch die globalen Kampagnen bekanntmachen, die vor allem auch von großen und erfahrenen Nichtregierungsorganisationen getragen werden.
7.) Bürgerprojekte bekanntmachen, unterstützen oder auch initiieren Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht der politische Zusammenschluss zur Schaffung oder Sicherung eines Staates und Staatensystems, das seinen sozialen und öffentlichen Aufgaben nachkommt. Und dass der Staat nicht Bereicherungsinstrument kleiner Eliten ist oder wird, sondern allen ein menschenwürdiges Leben sichert. Wir müssen aber für das Erzielen von Verbesserungen nicht nur warten, bis neue Mehrheiten für Reformprogramme in den einzelnen Staaten erreicht sind oder auf UNO-Ebene. Es gibt viele Möglichkeiten für die Menschen, sich selbst zu Projekten zu organisieren, um so Verbesserungen ihres tagtäglichen Lebens zu erreichen. Wir wollen über solche Möglichkeiten unser Wissen austauschen. Black&White kann dazu beitragen, solche Initiativen bekanntzumachen und zu ermutigen, von guten Projekten zu lernen. Und es kann auch helfen, persönliche Unterstützung zumindest zu vermitteln, d.h. zu helfen, für Bedürftige Unterstützer zu suchen. Wenn unsere Netzwerke auf den verschiedenen unten aufgeführten Themengebieten überzeugende Projekte ausarbeiten und anbieten können, sollten wir – so hoffen wir - dafür über unser internationales Netzwerk auch Partner finden, die solche Projekte finanziell unterstützen. Aber dazu brauchen wir erst einmal einen Kommunikationszusammenhang, um gemeinsam gute Projekte ausarbeiten zu können fußend auf der Erfahrung ähnlicher und von anderen organisierter Projekte. Unsere Vereinsmitglieder sollen in der Lage sein, diese Projekte effektiv zu organisieren. Es gibt immer wieder kritische Kommentare, dass manchmal NGOs nur gebildet werden, um Arbeitsplätze zu haben und nicht um wirklich etwas für die Menschen voranzubringen, die Unterstützung brauchen. BeiBlack&White sollten Mitglieder das Wissen, das sie über die Organisation von Projekten bekommen oder bereits haben, in der Gesellschaft weitergeben. Zusammen sollten wir die Projekte, die wir beschließen und für die wir werben, transparent organisieren und kontrollieren, ob alles so läuft, wie es den Unterstützern versprochen worden ist. Und sicher müssen wir sein, dass die Projekte auch in ihren Werten mit denen des Netzwerkes übereinstimmen und ihrer Verwirklichung dienen. Sie dürfen keine einseitige religiöse oder ethnische Ausrichtung haben, sondern Menschen über bisherige Grenzen zusammenführen. Welche Projekte das sein können, müssen die Fachnetzwerke diskutieren und je nach den Bedürfnissen und Möglichkeiten des gesamten Netzwerkes entscheiden. Dafür müssen die Black&White-Gruppen aus Nord und Süd eng zusammenarbeiten, um auf beiden Seiten Notwendigkeiten und Möglichkeiten herauszufinden.
Wie kommen wir voran: Um zu einem Reformprogramm beizutragen, das uns zu einer Welt führt, die für alle gleich gut funktioniert, schlagen wir den Aufbau von Kenntnissen und Fachkräften über den Entwicklung von internationalen Black&White-Fachnetzwerken vor. Wir bauen zuerst auf internationalem Level von den lokalen, regionalen und nationalen Black&White-Gruppen zusammen auf und allen, Personen, die das Netzwerk erst einmal individuell aufbauen wollen, die unten aufgelisteten Fachnetzwerke auf. Sie sind über das Internet verbunden.
An einzelnen Orten könne sich für die Netzwerke auch Arbeitsgruppen bilden, die allerdings nur dort öffentlich arbeiten können, wo der Verein als lokale oder nationale Nichtregierungsorganisation registriert ist. Dazu fehlen in vielen Ländern auf absehbare Zeit die Ressourcen, etwa um ein Büro zu mieten, das auszustatten und die Kommunikationskosten zu tragen.
In den Ländern, in denen Black&White offiziell registriert ist, können die Vereine öffentliche Veranstaltungen zu den Themen machen und den Mitgliedern ermöglichen, an den Fortschritten auf allen Gebieten teilzuhaben .
Mit den Fachnetzwerke können die Vereine sich die Kenntnisse verschaffen, um zu wichtigen, aktuellen Fragen, Veranstaltungen zu organisieren, die den Menschen ermöglichen, die Zusammenhänge und eigenen Möglichkeiten besser zu verstehen. Durch die Mitarbeit in den Netzwerken können auch diejenigen, die in ihrem Land oder ihrer Region oder Stadt noch allein sind, Wissen bekommen, das sie anderen weitergeben können, um sie für eine Mitarbeit zu gewinnen. Wächst so das Interesse, kann damit auch überall die Grundlage für eine offizielle Vereinsgründung entstehen.
In den Netzwerken im Internet, wie in den Arbeitsgruppen und bei den Veranstaltungen könnte zunächst die oben aufgelisteten Punkte besprochen werden:
- die Lebensbedingungen an konkreten Beispielen und statistisch darstellen, möglichst auch mit Bildmaterial.
- die Hintergründe der Lebensbedingungen analysieren, national und international
- Reformmöglichkeiten erläutern und Reformbewegungen darstellen
- UN-Programme kritisch vorstellen und globale Kampagnen und mögliche Mitarbeit diskutieren
- Bürgerprojekte vorstellen und die Unterstützung diskutieren oder die Organisation eigener Projekte oder Projekte durch einzelne Mitglieder.
Erarbeitetes Wissen soll in den Netzwerken erarbeitet werden und allen Mitgliedern über die Homepage, Foren und Veranstaltungen weitergegeben werden.
Diese Fachnetzwerke
- bauen die Kontakte zu Fachleuten auf und halten sie
- bauen den Kontakt zu anderen NGOs auf, die auf gleichem Gebiet arbeiten
- werben mehr Mitglieder, v.a. auch unter den Berufsgruppen
- halten den Kontakt zu den am gleichen Thema arbeitenden Mitgliedern in den anderen Ländern und tauschen die Informationen aus
- verfolgen – so gut wie möglich - die aktuellen Entwicklungen auf ihrem Gebiet in Rundfunk, Fernsehen, Zeitungen, Büchern und im Internet
- bauen nach ihren Möglichkeiten Homepages, Foren, Newsletter und deren Verteiler, Büchereien, Videosammlungen, Archive auf.
- schlagen der Koordinatoren in den Orten, Ländern oder international schlagen Themen vor für die Mitgliedertreffen
- schlagen Projekte und Kampagnen vor für die Organisation vor
Folgende Fachgruppen könnten wir entsprechend der Bereitschaft und Kraft der Mitglieder nacheinander bilden (andere können hinzukommen):
Black&White Netzwerk1: Gesundheit, ev. mit Untergruppen Malaria, Aids, Geburten, Behindertenversorgung Arbeitsaufgabe, Antworten zu suchen darauf: Wie kann ein Gesundheitssystem aufgebaut werden, das für alle Menschen in allen Ländern Leistungen bereitstellt, einen gleichmäßigen Standard weltweit sichert, unabhängig vom Einkommen? . Wie kann der Wissenstand über bedrohliche Krankheiten und die Prävention verbessert werden? Wie sieht die aktuelle Lage aus auf den verschiedenen Gesundheitsgebieten aus, welche medizinischen Angebote sollten die größte Förderung bekommen, im Land und weltweit.
Black&White Netzwerk 2 : Ernährungssicherheit Wie kann gewährleistet werden, dass alle Menschen ausreichend ernährt sind und niemand Hunger leiden muss? Wie sieht die aktuelle Ernährungslage im Land und weltweit aus und wie entwickelt sie sich? Wo sind die Ursachen für mangelnde Versorgung, wo die Hebel es zu ändern?
Black&White Netzwerk 3: Frieden mit möglichen Untergruppen: nationale, regionale und internationale Friedensordnung, Gewaltprävention, Krisenbearbeitung, Kriegsnachsorge und besonders auch Landminen, Kindersoldaten, Gruppen zu einzelnen Krisenregionen, Völkerrechtsentwicklung und Rüstungskonversion Wir wollen in Frieden leben, denn ohne Frieden ist alles nichts. Wie kann ein Leben in Frieden dauerhaft gesichert werden und verhindert werden, dass Gegensätze in Gesellschaften, Staaten und zwischen Staaten oder auf globaler gesellschaftlicher Ebene in Gewalt und Krieg eskalieren oder wie kann zur Beendigung gegenwärtiger Gewaltkonflikte beigetragen werden? Wie werden und können die Opfer des Krieges (Waisenkinder, Witwen, etc.) unterstützt werden und Hinterlassenschaften des Krieges (Landminen, Waffen, Zerstörungen..) beseitigt werden und eine Friedensordnung aufgebaut werden, die Kriege dauerhaft verhindert und es so ermöglicht, die enormen Mittel (Geld, Wissenschaft, Forschung, Wirtschaftskraft), die für Rüstung aufgewandt werden, für das Leben freizubekommen. Wie groß ist das Gewaltrisiko im Land, warum ist es zu Gewalt und Krieg in der Vergangenheit gekommen, was können wir daraus lernen, in der Region und global und wie entwickelt es sich?
Black&White Netzwerk 4: Migration und Flüchtlinge Wie kann erreicht werden, dass Flüchtlinge Schutz finden können und in Menschenwürde leben können? Wie kann erreicht werden, dass über Migration die unterschiedliche demografische Entwicklung in den verschiedenen Ländern ausgeglichen werden kann und weltweit möglichst große Freizügigkeit bestehen kann, ohne dass aber die in den armen Ländern notwendigen Fachkräfte vor allem in die reichen Länder gehen und von ihnen abgeworben werden? Wie sieht die Situation der Flüchtlinge im Land und weltweit aus? Wie kann ihr Status verbessert werden? Wie kann die Wanderung der Fachkräfte zu Gunsten der weniger fortgeschrittenen Regionen verstärkt werden.
Black&White-Netzwerk 5: Bildung und Ausbildung, Untergruppen Kindergarten, Schule, Universität, Erwachsenenbildung… Wir kann erreicht werden, dass alle Kinder dieser Erde eine ausreichende und zeitgemäße Bildung und Ausbildung erhalten? Wie kann gesichert werden, dass die Bildung ihnen eine selbständige Teilnahme am gesellschaftlichen, politischem und wirtschaftlichen Leben auf Basis des heute gesicherten Wissens ermöglicht? Wie kann die Bildung ethische Werte vermitteln, sich weltweit für Menschenrechte einzusetzen. Wie kann Bildung und Ausbildung die Kinder und Jugendlichen auf einen Beruf ausreichend vorbereiten, mit dem sie ihren Unterhalt sichern können? Was können Schulen, Universitäten, und Erwachsenenbildung leisten, um zum Aufbau einer Welt für alle beizutragen?
Black&White Netzwerk 6: Demokratischer Rechts- und Sozialstaat und Menschenrechte Wie kann erreicht werden, dass die Menschenrechte gesichert sind und alle Bürgerinnen das gleiche Recht haben, an der öffentlichen Verwaltung des Landes teilzunehmen? Wie kann aus der Gesellschaft der Staat so angepasst werden, dass er den Willen der Bevölkerung ausdrückt,gegensätzliche Interessen ausbalanciert und seine Institutionen auf einem gesellschaftlichen Konsens beruhen? Wie kann durch internationale Zusammenarbeit, vor allem über die UNO die Zusammenarbeit der Gesellschaften und Staaten so gefördert werden, dass durch internationale Institutionen Demokratie und Menschenrechte gefördert werden? Wie kann erreicht werden, dass Verstöße dagegen international geächtet und bestraft werden? Wie können die Staaten ausreichende Ressourcen bekommen, um die öffentlichen und sozialstaatlichen Aufgaben wahrnehmen zu können? Wie kann sichergestellt werden, dass sie die auch dafür effektiv verwenden? Und wie kann die Korruption, das Nutzen öffentlicher Stellen zur privaten Bereicherung, effektiv national und international bekämpft werden?
Black&White Netzwerk 7: Arbeit, mögliche Untergruppen: Kinderarbeit, Landwirtschaft, Fischerei, Handwerk, Handel, Industrie, Informeller Sektor, Kleinkredite, Landrechte Wie kann jeder durch Arbeit am wirtschaftlichen Leben teilnehmen und sein Auskommen erzielen in menschenwürdigen Arbeitsbedingungen; wie ist man bei Arbeitslosigkeit geschützt? Wie sieht es mit der Verfügung über Land zur Bebauung aus und dem Zugang zu Krediten und zu Energie? Und wie können alle gleichmäßig am wirtschaftlichen Fortschritt teilhaben? Wie muss sich dazu die nationale und lokale Wirtschaft entwickeln? Wie können insbesondere auch junge Menschen einen Arbeitsplatz erhalten?
Black&White Netzwerk 8: Weltwirtschaft Wie kann die Weltwirtschaft dazu beitragen, ausreichende Einkommen der Wirtschaftseinheiten und des Staates in allen Ländern zu sichern, damit die Individuen durch ihre Arbeit ein menschenwürdiges Leben führen können und der Staat ausreichend Ressourcen hat, die Sozialleistungen und öffentlichen Güter bereitzustellen? Wie kann eine Angleichung weltweit erreicht werden auf ein ähnliches Wirtschaftsniveau? Wie können die Länder, die bisher in die Rolle als Rohstoffexporteure gedrängt sind, ihre Ressourcen zum Aufbau einer eigenen ausgewogenen Wirtschaft nutzen?
Black&White Netzwerk 9: Umwelt Wie können wir erreichen, dass wir als Menschheit nur so viele Ressourcen verbrauchen, dass die Ökologie im Gleichgewicht bleibt und auch die nachfolgenden Generationen noch die gleichen Chancen wie wir haben. Was kann insbesondere getan werden, um den Klimawandel zu stoppen und alternative Energien zu fördern? Wie kann das Leben so umgebaut werden, dass jeder mit soviel Rohstoffen und Abgasen auskommt, wie sie auch jeder andere Bürger der Welt verbrauchen könnte, ohne die Welt zu überlasten? Wie kann ein solches Leben zum Ideal werden und das Hochkonsumideal ablösen?
Black&White Netzwerk 10: Familie Wie sind die Familien in den Ländern organisiert? Wie ist das Verhältnis von Männern und Frauen, wie werden die Alten und Kinder betreut, wie wird Familienplanung organisiert? Wo brauchen und wo bekommen die Familien staatliche und gesellschaftliche Unterstützung? Wie sieht das in den verschiedenen Ländern aus, wie unterstützt die Politik die Familien, was können wir voneinander lernen?
Black&White Netzwerk 11 Infrastruktur, Energie, Wohnen, Trinkwasser, Sanitär Wie können alle Menschen über ausreichend Wohnraum verfügen, Zugang zu sauberem Trinkwasser bekommen, über ordentliche Toiletten verfügen? Wie Menschen und Unternehmen ausreichend Energie bekommen und wie das Land mit ausreichend Verkehrsverbindungen ausgestattet werden, um Stadt und Land zu verbinden und so den Aufbau innerer Märkte zu fördern.
Black&White-Netzwerk 12: Weltethik Wie können wir erreichen, dass Menschen mit verschiedenen Religionen, in Toleranz und gegenseitigem Respekt zusammenleben und darauf achten, dass die Gemeinsamkeiten der Religionen als Maßstab für richtiges und falsches Leben dienen? Wie können wir erreichen, dass Menschen, die die Religion als Rechtfertigung für Hass und Gewalt nehmen, keine Chance haben?
Netzwerk 13 Politik und Gesellschaft Wie sind die politischen und gesellschaftlichen Bedingungen in den einzelnen Ländern, um Reformen durchzusetzen? Wie kann man sie analysieren? Wie die äußeren Kräfte, die aus den größeren Zusammenhängen auf das Land einwirken, erkennen, um zu sehen, welche unterstützen, welche hindern? Welche Kräfte kann man in anderen Ländern und bei der Uno als Unterstützung für die Reformen gewinnen? Wie Reformkoalitionen aufbauen? Diese Bedingungen ändern sich und müssen ständig analysiert werden, um Veränderung erreichen zu können und die richtige Strategie wählen zu können. Einige sollten sich damit beschäftigen und ihr Wissen den anderen weitergeben in den anderen Netzwerken. Die Bedingungen sind in europäischen Ländern anders als in afrikanischen Ländern und auch dort nicht gleich, trotzdem kann man viel voneinander lernen.
Black&White Netzwerk 14: Dekolonialisierung, Kompensation und Entwicklungszusammenarbeit Wie prägt die europäische Expansion der vergangenen 500 Jahre, die Geschichte der afrikanisch-europäischen Beziehungen und besonders der Sklavenhandel und die Kolonialzeit und der mit dieser Zeit verbundene Rassismus noch die Gegenwart? In wie weit steckt diese Zeit noch in vielen der aktuellen Probleme und Ungleichheiten auf der Erde? Wie ist es zu schaffen, diese negativen Folgen dieser Einflussnahme Europas auf Afrika zu überwinden und zu gleichberechtigte Beziehungen zu kommen und zu einer Angleichung der Lebensverhältnisse? Warum hat und konnte Europa Afrika dominieren, was waren die inneren Ursachen dafür in Europa, welche in den afrikanischen Gesellschaften und in wie weit bestehen diese Kräfte weiter fort? Wie kann aus dem Wissen, dass alle Menschen ihren gemeinsamen Ursprung in Afrika haben und folglich verwandt sind, eine gemeinsame Identität und Verantwortung füreinander entwickeln? Wie können die von der Kolonialzeit noch nachwirkenden Strukturen überwunden werden, sollten Kompensationen von den Kolonialländern gezahlt werden und was kann die Entwicklungszusammenarbeit leisten?
Black&White-Netwerk 15: Sport Sport ist für viele Menschen von großer Bedeutung. Und ebenfalls viele Sportler. Wie kann der Sport zum Aufbau einer Welt für alle genutzt werden? Wie können sich Sportler einbringen?
Black&White-Netzwerk 16: Musik, Theater, Literatur Musik, Theater und Literatur sind Möglichkeiten viele Menschen zu erreichen, die sich nicht direkt politisch informieren und engagieren. Wie können sie für die Ziele des Netzwerkes genutzt werden?
Black&White-Netzwerk 17: Kunst Wie kann man traditionelle und moderne Kunst nutzen zur Stärkung der Reformbewegung und ihrer Ziele?
Black&White-Netzerk 18: Tourismus für Verständigung Wie kann man den Tourismus nutzen, um die Verständigung voranzubringen? Vielleicht auch den Tourismus unserer Mitglieder, um in persönlichen Kontakt zu kommen? Um die Geschichte vor Ort nachzuvollziehen, etwa die des Sklavenhandels und der Kolonialzeit. Um die wirtschaftlichen Zusammenhänge praktisch zu erleben etwa die Kakaoproduktion, Blumenzucht, Tropenholzgeschäft,etc. und auch die Lebensbedingungen in anderen Ländern selbst erleben zu können.
Black&White-Netzwerk 19: Medien Wie können wir Film, Internet, DVDs und CDs, Rundfunk und Zeitungen und Flugblätter nutzen, um für unsere Botschaften zu werben?
Black&White-Netzwerk 20: Jugend-und Schüler Wie können Jugendliche und Schüler unter 20 Jahren sich beteiligen an der Lösung der globalen zentralen Aufgaben, wie können sie andere Jugendliche interessieren, wie international in Kontakt kommen und wie an der Ausarbeitung vor allem auch des globalen Reformprogramms für die Jugend teilnehmen?
Black&White-Netzwerk 21: Kinder Wie können Kinder international in Kontakt kommen und mehr übereinander erfahren und bereits einen globalen Horizont aufbauen? Wie können sie dazu beitragen zu dem Globalen Reformprogramm für Kinder? Unterwstützt ovn Eltern, LehrerInnen und Freunden können sie das in diesem Netzwerk.
Black&White-Campus-Network 22: Universitäten und Studenten Wie können Studenten und Universitäten beitragen zum Aufbau internationaler Kontakte und zur Lösung der zentralen globalen Fragen?
Was können die Mitglieder für sich erwarten? Diejenigen, die sich für diese Ziele von Black&White engagieren wollen, sind die einzigen, die die Organisation aufbauen können. Und deshalb müssen wir zuerst fragen, was jeder von uns einbringen kann, und nicht, was sie erwarten können. Wir können nur etwas erwarten, wenn wir in diese Organisation investieren.
Ein solches Netzwerk, das auf so vielen Feldern Leistungen erbringen will, kann man nur mit Menschen mit den dazu nötigen Fähigkeiten aufbauen. Deshalb müssen wir uns zuerst auf die eigene Ausbildung konzentrieren. Wie können unsere Mitglieder beitragen, andere und sich zu bilden? Etwas in Fremdsprachen, der Nutzung von Computern und Internet, der Kenntnisse der Vereinsgesetze und Vereinsarbeit, wie musikalische, oder journalistische Fertigkeiten weitergeben? Wenn Mitglieder Zeit aufbringen können, andere fortzubilden, sollten wir Workshops oder kleine Kurse organisieren. So etws zu organisieren, wird jetzt das Wichtigste sein. Wir sollten ein Fortbildungsnetzwerk organiseren und die Mitglieder erfassen und auflisten, die ihre Fähigkeiten an andere über die Homepage oder direkte Workshops weitergeben wollen.
Soziale Sicherheit für unser Mitglieder in Gesellschaften ohe Sozialstaaten
Black&White kann als Netzwerk nicht die dringenden persönlichen Problem unmittelbar lösen: Unterstützung für Schulgeld oder das Studium oder für Krankenkosten. So verständlich dieser Wunsch angesichts der existentiellen Not vieler Menschen in Afrika bis in die Mittelklassen hinein auch ist. Und so gern wir auch helfen würden. Dazu ist etwa die deutsche Gruppe, die im Kern bisher aus wenigen Deutschen und vor allem afrikanischen Flüchtlingen besteht, nicht in der Lage und das werden die afrikanischen Netzwerke auch nicht leisten können. Es führt zu generellen Lösungen kein Weg daran vorbei, die vielen Spaltungen in der Gesellschaft zu überwinden, um einen Staat und eine Wirtschaftsordnung politisch durchzusetzen, im eigenen Land und internationale, die den Menschen diese Dienstleistungen bereitstellt. Und für diesen Zusammenschluss arbeitet das Netzwerk.
Zu prüfen ist aber, ob das Black&White-Netzwerk es anpacken kann, gemeinsam die unmittelbaren sozialen Sicherheiten der Mitglieder zu stärken. Macht es Sinn, ein Kleinkreditprogramm aufzubauen? Macht es Sinn, für Mitglieder eine Krankenversicherung für die Mitglieder zu schaffen? Wie kann das gehen? Können die Mitglieder damit in ihren unmittelbaren Existenzsorgen schon den direkten persönlichen Nutzen des Zusammenschlusses haben? Und sind solche Programme nicht nur menschlich sinnvoll, sondern auch für die Organisation wichtig, damit nicht Menschen, die wichtige Funktionen haben, an Problemen, die wir mit solchen Programmen lösen könnten, scheitern.
Auch in Deutschland haben die Sozialversicherungen begonnen mit dem Aufbau von selbstorganisierten Krankenkassen und Kreditvereinigungen der kleinen Leute. Sie waren ein wichtiger Rückhalt der politischen Bewegung für Demokratie und den Sozialstaat. Wie kann man sich das Wissen darum zunutze machen und fachmännische und finanzielle Unterstützung mobilisieren für den Aufbau der beiden Programme?
Ein langer Atmen ist nötig
Das klingt nach Arbeit. Und das ist es auch. Es heißt recherchieren, lernen, in Fremdsprachen zu kommunizieren, Freizeit und Geld aufzuwenden. Und das in der Regel ohne dafür Geld zu bekommen. Lohn sind Fortschritte hin zu einer Welt mit besseren Lebensbedingungen für alle, weniger Armut und Hunger, mehr Freiheit und Frieden und weniger Kriminalität. Also eine allgemeine Verbesserung der Lebensbedingungen. Und dazu das größere Wissen, die Verbindung zu vielen Menschen in vielen Ländern, die konkrete Unterstützung, wenn wir es schaffen, einzelne Projekte aufzubauen, die einige Arbeitsplätze schaffen und die Leistungen des Kleinkreditprogramms und die Krankenversicherung für Mitglieder, wenn es uns gelingt, sie zu schaffen. Wir müssen lernen, mit Geduld und langem Atem an die Sache zu gehen und das zu machen, was personell und finanziell möglich ist, ohne das Angestrebte aus dem Auge zu verlieren und zu versuchen unsere Kapazitäten immer weiter auszubauen. Mach doch mit, denn etwas Schlechtes überwinden wir nur, wenn wir etwas Besseres aufbauen.
Partnergruppen in Afrika
In Afrika bilden sich Partnergruppen von Black&White; wir wollen ein internationales Netzwerk schaffen, um über alle nationalen, ethnischen, religiösen und sonstigen Spaltungen hinweg zur Lösung der zentralen Zukunftsaufgaben der Menschheit beizutragen und besonders die Solidarität für die besonders Benachteiligten zu moblilisieren; wir wollen selbst dazu beitragen, Unterstützung anderer mobilisieren und mit an der Hervorbringung einer staatlichen Politik beitragen, die dem gerecht wird.
In Uganda gibt es bereits seit Jahren einen Black&White-Verein, in der Elfenbeinküste ist jetzt ein zweiter Verein entstanden, weitere Initiativen gibt es in Kamerun, Ghana, Kenia, u.a., die in dieser Richtung aktiv werden wollen. Im nächsten Jahr - so der Plan - soll Black&White International von den Gruppen in den verschiedenen Ländern gemeinsam gegründet werden.
Und so stellt Black&White in Uganda die Arbeit vor; der Verein bracuth dringend einen Bus, da die Verkehrsmöglilchkeiten in Uganda sehr schwierig sind und hat kurzfristig die Möglichkeit günstig einen solchen Bus von einem zurückkehrenden Missionar zu erhalten; er braucht dazu finanzielle Unterstützung aus Deutschland; zunächst einem 230 Euro. Wir bitten um Unterstützung dafür auf das Konto: Sparkasse Werra-Meißner, Konto; BLZ, (Stichwort Black&White Bus Uganda):
Projekttitel: Programm zur Mobilisierung und Stärkung von Aktivisten für die weltweite Kampagne von Black & White in Ostafrika
Kontaktperson: Jean-Marie Nasmbu
Dauer des Projekts:36 Monate
Kosten: 23576 €
1.0 Ausführende Organisation:
BLACK & WHITE KOOPERATION IN AFRICA (B&WCA)
Dies ist eine Nicht-Regierungsorganisation (NRO), die von der nationalen NRO-Kammer unter dem Ministerium für innere Angelegenheiten in Uganda registriert wurde. Sie wurde 2003 von einer Gruppe junger Akademiker gegründet, die an etlichen freiwilligen Arbeiten und Aktivitäten der Abteilung Jugendapostolat der Erzdiözese Kampala beteiligt waren. Sie soll die ganzheitliche Entwicklung junger Menschen in Afrika unterstützen und vorantreiben. Der offizielle Beginn der uneigennützigen Organisation war der 12. November 2004, als die Black & White-Kooperation in Afrika (B&WCA) ordnungsgemäß unter dem Statut der Registrierung vonNichtregierungsorganisationen von 1989 eingetragen wurde.
B&WCA, im Weiteren als „die Organisation“ bezeichnet, wurde registriert und erhielt die Zertifikatnummer 4925 und damit die Handlungsvollmacht. Sie konnte nun unter anderem Aktivitäten durchführen, die den benachteiligten afrikanischen Menschen, vor allem den jungen Menschen, helfen konnten. Sie sollten durch Informationen für eine ganzheitliche Entwicklung gestärkt werden; die Zusammenarbeit zwischen den Rassen sollte gefördert, die Umwelt geschützt und unternehmerische Fähigkeiten vermittelt werden. Auf der Grundlage der Millenniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen zielte ein großer Teil der von B&WCA im letzten Jahr durchgeführten Aktivitäten auf die Beendigung der extremen Armut und die Förderung von Bildung für junge Menschen.
2.0 Ausführende Kapazität von B&WCA:
Eine Reihe von Aktivitäten wird mit der finanziellen Unterstützung mehrerer Partner von B&WCA durchgeführt. Diese werden von speziellen Projektmanagern geleitet, die Mitglieder der Organisation sind. Hunderte von Menschen profitieren von diesen Aktivitäten. Einige davon erhalten direkte Hilfen, andere profitieren von den Auswirkungen der Maßnahmen. Die Aktivitäten sind: Bereitstellung von Schulgebühren für benachteiligte Kinder, Bewahrung der Umwelt und Baumpflanz-Aktionen, Landwirtschaft mit dem Schwerpunkt Ernährungssicherung sowie die Förderung kulturellen Austausches für die Zusammenarbeit zwischen den Rassen.
2.1. Landwirtschaft
Auf etwa 40 Acre (ca. 1600a, Anm. Jessica) Land bei Wobulenzi in Luweero führt die Organisation ein landwirtschaftliches Projekt für den organischen Anbau von Früchten und Getreide an, um die Nahrungsmittelsicherheit in Uganda zu verbessern. Dieses Land wurde B&WCA von einem Mitglied zur Verfügung gestellt. Das Ziel dieses Projektes ist es, armen Leuten, vor allem Frauen, den Anbau von Nahrungsmitteln zur eigenen Ernährung zu ermöglichen und sie damit vor schlimmer Hungersnot zu bewahren. Bis jetzt wurden auf dem Land Früchte wie Mais, Cassavawurzeln, Süßkartoffeln und Bohnen angepflanzt und anschließend verkauft. Es wurden auch zwei Schweine zur Zucht angeschafft. B&WCA zahlt mehreren Gelegenheitsarbeitern aus der Nachbarschaft Löhne, die das Land roden, den Unrat verbrennen, pflanzen, die Felder pflegen, ernten und die Produkte für den Verkauf verpacken. Dies war ein erfolgreiches Pilotprojekt, und es bestehen Pläne, mehr Arbeiter zu beschäftigen und das Projekt zu einer kommerziellen Landwirtschaft zu erweitern.
Die Organisation hat diesem Projekt 3000€ zur Verfügung gestellt.
2.2 Baumpflanzungen
Dieses Projekt ist in Bujuuko im Mpigi Distrikt angesiedelt. Es umfasst mehrere Hektar Land, das von einer Umweltvereinigung, in der B&WCA Mitglied ist, von der Regierung gepachtet wurde. Zehntausende von Eukalyptusbäumen wurden in Abschnitten gepflanzt. Alle Arbeiten auf dem Gelände werden von Gelegenheitsarbeitern durchgeführt, die in der Region leben.
B&WCA führt regelmäßige Seminare weiterführende Workspops über die Gefahren der Abholzung durch. Die Anwohner verdienen sich ihren Lebensunterhalt durch die Herstellung und den Verkauf von Holzkohle, daher dürfen sie sehr alte und vertrocknete Stämme zur Gewinnung von Feuerholz oder Holzkohle fällen, müssen dafür aber mehrere neue Bäume anpflanzen. Wenn das Feuerholz verkauft wird, erhalten die Arbeiter den Erlös, um ihre Armut zu lindern.
Die Organisation verwendete seit dem Start von B&WCA nach und nach 9000€ für dieses Projekt, zusammengelegt mit anderen Mitgliedern der Umweltorganisation.
2.3 Waisen
B&WCA hat vier Mädchen, die die Grundschule besuchen, ausgesucht, die von der deutschen Black and White-Vereinigung unterstützt werden. Die Mädchen wurden willkürlich aus mehreren Waisenkindern ausgesucht, die die Organisation um Unterstützung für ihre Ausbildung gebeten hatten. Die Mädchen, die alle verschiedene Internate in und um Kampala besuchen, erhalten Schulgebühren und Geld für andere Schulmaterialien wie Bücher und Füller, neben anderen persönlichen Dingen, unter anderen (aber nicht ausschließlich) Bettwäsche und Kleidung.
Viele Waisen können nicht unterstützt werden, da die finanziellen Mittel dafür nicht reichen. Aber wenn das Projekt kontinuierlich läuft und verschiedene andere Partner es finanziell unterstützen, werden wir uns um mehr Kinder kümmern können.
Für gute zwei Jahre hat die Organisation nun finanzielle Unterstützung von ihrer deutschen Partnergruppe für fünf Waisenkinder erhalten. Die deutschen Partner haben auch einer Anzahl Kindergärten in Uganda zu Partnerschaften mit Kindergärten in Deutschland verholfen, zum Ziel der Kooperation und teilweise auch der finanziellen und materiellen Unterstützung.
2.4 Kulturelle Förderung
Diese Förderung erhielten vor allem einige Mitglieder der lokalen B&WCA-Führungsgruppen für kulturelle Reisen in Nachbarländer. Die Organisation beherbergt auch andere Gruppen aus diesen Ländern, die sie vielleicht besucht haben. Hierfür ist keine finanzielle Unterstützung vorgesehen, da alle Teilnehmer bis auf ein paar Ausnahmen ihre eigenen Mittel beigesteuert haben.
Aber das derzeitige Projekt kann von wohlmeinenden und interessierten Partnern komplett unterstützt werden. In diesem Bereich wollen die Mitglieder von B&WCA in Absprache mit ihren Mitarbeitern in Deutschland Möglichkeiten finden, die soziale Kluft zwischen den Völkern der entwickelten Nationen und denen der sich entwickelnden Länder durch Fürsprache, Dialog und globale Partnerschaft zu verringern.
3.0 Hintergrund und Einordnung des Projekts
Die derzeitige soziale Schichtung, d.h. die Einteilung von Menschen in Schichten entsprechend ihrer relativen Macht, ihrer Armut oder ihres Ansehens ist vor wenigen Jahrhunderten in die Welt eingedrungen. Alle Nationen praktizieren diese soziale Schichtenbildung, und oft werden Männer vor Frauen gestellt. Aber die hauptsächliche Klassifizierung von Menschen, die jene der Entwicklungsländer in fast allen Aspekten des Lebens benachteiligt, schließt Sklaverei, Kastenwesen und die Unterteilung in Bevölkerungsklassen ein.
Sklaverei beruhte in ihren Anfängen auf Schulden, Bestrafung oder Niederlage in der Schlacht. In Nordamerika wurde die Grundlage jedoch die Rasse. Die weiße Rasse wurde als der schwarzen überlegen gesehen und sollte Besitzansprüche über diese haben. Diese Sicht- und Handlungsweise hat oft zu der einerseits oft regellosen, andererseits wirtschaftlich stillstehenden Situation der Afrikaner geführt, die immer noch abhängig von großen Teilen der westlichen Welt sind, die andererseits in der globalisierten Welt von heute immer reicher wird.
Aber unter dem achten Millenniums-Entwicklungsziel der globalen Partnerschaft empfehlen die Vereinten Nationen die Entwicklung einer globalen Partnerschaft, um die Kluft zwischen den armen und reichen Nationen zu überbrücken. Es ist nötig, Handels- und Finanzsysteme zu eröffnen, die an Regeln gebunden, vorhersehbar und nicht diskriminierend sind. Die Staaten müssen sich auch zu guter Regierung, Entwicklung und Armutsbekämpfung verpflichten – national und international, um den speziellen Bedürfnissen ihrer Völker gerecht zu werden. Die Zusammenarbeit zwischen den reichen und den armen Völkern sollte in fast allen Fällen einen Schwerpunkt auf die Schaffung angemessener und produktiver Arbeit und Bezahlung für junge Menschen legen, so dass sie im privaten Bereich Anteil nehmen können und letztlich auch an den Entscheidungen Anteil haben können, die ihre Leben betreffen, ohne dies nur den Politikbetreibenden und Spendern zu überlassen.
Unter diesem Gesichtspunkt führt B&WCA dieses Projekt durch, um die benachteiligten Menschen zu mobilisieren, zu sensibilisieren und zu stärken, damit sie Mitstreiter werden für die Kampagne, den Westen und den Süden, Weiße und Schwarze zusammenzubringen für die Entwicklung Afrikas. Die Kampagne wird andere Nichtregierungs-Partnerorganisationen einschließen, die von B&WCA für Partnerschaften innerhalb und außerhalb Afrikas ausgesucht werden. Alle diese Organisationen und Individuen werden durch vergleichbare Aktivitäten die Lebensbedingungen der Menschen in Afrika verbessern, mit Würde, Respekt und der Fähigkeit, die grundlegenden Lebensbedürfnisse zu befriedigen.
4.0 Projektziel
Die Mobilisierung, Sensibilisierung und Stärkung von Aktivisten für das Vorantreiben der Kampagne, die den Westen und Süden zusammenbringen soll in gemeinsamer und tragfähiger Kooperation für die Entwicklung der benachteiligten Afrikaner.
5.0 Zielbereich der Begünstigten
Insgesamt beträgt die Anzahl der direkt von diesem Projekt Begünstigten 100 Personen, die in den Gruppen unten aufgeführt sind. Dennoch besteht große Zuversicht, dass während und nach dem Projekt Tausende indirekt von den multiplen Folgen der Aktivitäten begünstigt werden:
20 Leiter von verschiedenen Grundschulen in Uganda
20 Leiter von verschiedenen Weiterführenden Schulen in Uganda
20 Leiter von verschiedenen Universitäten in Uganda
20 Jugendliche aus verschiedenen Distrikten in Uganda, die die Schule nicht besuchen 20 Frauen, die örtliche Multiplikatoren sind, aus verschiedenen Distrikten von Uganda
Das Programm wird in den ersten 12 Jahren zuerst in Uganda durchgeführt werden, bevor es auf andere ostafrikanische Länder ausgeweitet wird, insbesondere Kenia und Tansania. Der Grund hierfür ist, dass es im ersten Jahr als Pilotprojekt getestet wird, während die Partnerschaften in anderen Ländern eingerichtet werden. Seine Wirkung wird dann überprüft werden, bevor es in anderen Ländern eingeführt wird.
6.0 Projektaktivitäten
Am Beginn der Einrichtung dieses Projektes steht die Feststellung der Bedürfnisse der Nutznießer. Fortlaufende Überwachung und Beurteilung der Aktivitäten sind auch eingeschlossen. Es steht jedem Partner frei, eine oder mehrere dieser Aktivitäten finanziell zu unterstützen.
6.1 Mobilisierung
Dies schließt die Arbeit mit den örtlichen Gemeinden ein, um die Zielgruppe dieses Projektes in den verschiedenen aufgeführten Institutionen und Bezirken auszuwählen und zu registrieren.
6.2 Orientierung und Sensibilisierung
Diese Komponente wird aus beratenden und empfehlenden Workshops bestehen, die den Politikbetreibenden gegenüber Erklärungen und Empfehlungen aussprechen werden. Solche Workshops könnten auch im Ausland abgehalten werden, wobei von B&WCA Uganda ausgewählte Delegierte teilnehmen könnten.
6.3 Mikrokreditprogramm für die soziale Stärkung
Ein armer Mensch hat oft keine Autorität, um in der Öffentlichkeit zu sprechen, auch wenn die Angelegenheit ihn oder sie betrifft. Daher möchte dieses Programm, um den Aktivisten auch Autorität zu verleihen, 40 Personen der Zielgruppe des Projekts, nämlich den Jugendlichen, die die Schule nicht besuchen, und den örtlichen Frauen-Projektleitern aus den verschiedenen Bezirken, Mikrokredite zukommen lassen.
6.4 Logistischer Aufbau
Damit das Projekt effektiv durchgeführt werden kann, benötigt es ein Fahrzeug zur Mobilität der Beteiligten. Außerdem wird ein ständiges und funktionstüchtiges Verwaltungsgebäude benötigt, mit Vollzeit-Angestellten und entsprechender Einrichtung.
Verwaltungsgebäude: B&WCA hat ein günstig gelegenes Stück Land gefunden, wo gerade ein Bürogebäude errichtet wird. Dieser Ort soll die Zentrale von B&WCA werden, wenn die finanziellen Mittel sichergestellt sind, um dieses Büro zu errichten.
Erwerb eines Gebrauchtwagens: Dies wird der Mobilität der Mitarbeiter dienen und helfen, die am Projekt beteiligten Personen beweglicher zu machen.
6.5 Kontrolle und Beurteilung
Die Kontrolle der Aktivitäten des Programms wird auf der Basis fortlaufender Beurteilung geschehen, um die Effektivität der verschiedenen Aktivitäten zu gewährleisten. Alle drei Monate sollen Versammlungen stattfinden, um alle Punkt in der laufenden Durchführung der Aktivitäten rasch zu verbessern, wenn dies nötig sein sollte. Aktuelle Berichte dieser fortlaufenden Beurteilung werden erstellt und an die zuständigen Personen weitergeleitet werden, unter anderem an die Partner, die die Finanzierung tragen, an die lokalen Autoritäten, und an die Nutznießer selber.
Die abschließende Beurteilung hingegen wird immer nach Beendigung einer Aktivität durchgeführt werden. Jedes Mal wird ein Bericht erstellt und an die zuständigen Stellen übergeben werden. Nach Ablauf der 36 Monate jedoch, vom Beginn der Finanzierung gerechnet, werden die Mitglieder von B&WCA eine Beurteilung des gesamten Projektes durchführen und diese weiterleiten, damit entschieden werden kann, ob ein gesamter oder teilweiser Neubeginn der Aktivitäten sinnvoll ist, die erwartungsgemäß nach einer anfänglichen Finanzierung von den Partnern selbständig weiterlaufen sollen.
7.0 Arbeits- und Zeitplan
Dieses Projekt soll mit der Hilfe von Partnern 36 Monate lang laufen. Die Zählung beginnt, wenn die Geldmittel der Partner eingetroffen sind. Die Mobilisierung wird direkt anschließend erfolgen.
7.1 Planung
Gesamtziel Aktivität Durchführende
Benötigt Zeitrahmen Ziel 1. Mobilisieren und eine Liste der geplanten Nutznießer in den Institutionen und Bezirken - Mobilisieren der Nutznießer - Projekt-manager
- Koordinator
- Datenbank
- Motorisiertes Fahrzeug - 1. bis 3. Monat des Projektes - Ein Register der gesamten Organisationen von Black and White und der individuellen Partner 2. Orientierung und Sensibilisierung - Workshops für jede Zielgruppe - Angestellte von B&WCA
- Berater - 3. bis 6. Monat - Register der Partner
- Kontroll-gruppen 3. Mikrokredite zur Autoritäts-
stärkung - Unterneh-
menstraining
- Unterweiser - Fortlaufend ab dem 6. Monat - Gestärkte und zielorientierte Nutznießer 4. Evaluation - Fortlaufende Beurteilung und Bewertung - B&WCA-
Personal - Fortlaufend ab dem 1. Monat - Verbesserte Planung
9.0 Budgets Umtauschkurs: 1 € = 2,545 Sh
Aktivität Ausgaben Kosten in UGX Euro 1. Mobilisierung Treibstoff, Fahrzeugwartung, Schreibwaren 3,000,000 1,179 2. Orientierung und Workshops zur Sensibilisierung Miete einer Lautsprecheranlage, Berater / Sprecher, Schreibwaren 6,000,000 2,358 3. Mikrokredite zur Stärkung Kredite für 40 Nutznießer 20,000,000 7,859 4. Unternehmens-
Workshop Miete einer Lautsprecheranlage, sonstige Hilfsmittel, Schreibwaren 3,000,000 1,179 5. Evaluation Treibstoff, Schreibwaren 3,000,000 1,179 6. Motorisiertes Fahrzeug 10,000,000 3,930 7. Bürogebäude Baumaterialien, Löhne für die Handwerker 15,000,000 5,894 GESAMT Ugandashillingt: Sh 60,000,000 € 23,576
10.0 Örtliche Beiträge
B&WCA kann die Menschen, die das Projekt leiten, selber stellen. Die Bezahlung wird von den Mitgliedern getragen werden. Diese Organisation wird auch das Grundstück bereitstellen, auf dem die ständige Zentrale von B&WCA eingerichtet werden soll.
B&WCA wird auch einen Anteil am Gesamtbudget tragen, nämlich 5% der Gesamtsumme. Das sind UGX 3,000,000 oder € 1,179.
Besonders unterstützen will Black&White die Umsetzung der
Die Millenniums-Entwicklungsziele
Im September 2000 haben sich alle Mitgliedsstaaten der UNO auf acht Entwicklungsziele – die Millenniums-Entwicklungsziele (Millennium Development Goals, MDGs) geeinigt, um eine zukunftsfähige und nachhaltige Weltentwicklung zu gewährleisten. Reiche und arme Länder verpflichteten sich darin, alles daran zu setzen, die Armut radikal zu reduzieren, die menschliche Würde und Gleichberechtigung zu fördern und Frieden, Demokratie und ökologische Zusammenarbeit zu verwirklichen. Die Staats- und Regierungschefs haben sich erstmals auf genau definierte Ziele und einen Zeitplan bis 2015 festgelegt.
MDG 1: Beseitigung der extremen Armut und des Hungers: Die Zahl der Menschen, die von weniger als einem US-Dollar pro Tag leben, soll um die Hälfte gesenkt werden. Der Anteil der Menschen, die unter Hunger leiden, soll um die Hälfte gesenkt werden.
MDG 2: Verwirklichung der allgemeinen Primärschulbildung: Alle Jungen und Mädchen sollen eine vollständige Grundschulausbildung erhalten.
MDG 3: Förderung der Gleichheit der Geschlechter und Ermächtigung der Frauen: In der Grund- und Mittelschulausbildung soll bis zum Jahr 2005 und auf allen Ausbildungsstufen bis zum Jahr 2015 jede unterschiedliche Behandlung der Geschlechter beseitigt werden.
MDG 4: Senkung der Kindersterblichkeit: Die Sterblichkeit von Kindern unter fünf Jahren soll um zwei Drittel gesenkt werden.
MDG 5: Verbesserung der Gesundheit von Müttern: Die Müttersterblichkeit soll um drei Viertel gesenkt werden.
MDG 6: Bekämpfung von HIV/AIDS, Malaria und anderen Krankheiten: Die Ausbreitung von HIV/Aids soll zum Stillstand gebracht und zum Rückzug gezwungen werden. Der Ausbruch von Malaria und anderer schwerer Krankheiten soll unterbunden und ihr Auftreten zum Rückzug gezwungen werden.
MDG 7: Sicherung der ökologischen Nachhaltigkeit: Die Grundsätze der nachhaltigen Entwicklung sollen in der nationalen Politik übernommen werden; dem Verlust von Umweltressourcen soll Einhalt geboten werden. Die Zahl der Menschen, die über keinen nachhaltigen Zugang zu gesundem Trinkwasser verfügen, soll um die Hälfte gesenkt werden. Bis zum Jahr 2020 sollen wesentliche Verbesserungen in den Lebensbedingungen von zumindest 100 Millionen Slumbewohnern erzielt werden.
MDG 8: Sicherung der ökonomischen Nachhaltigkeit: Ein offenes Handels- und Finanzsystem, das auf festen Regeln beruht, vorhersehbar ist und nicht diskriminierend wirkt, soll weiter ausgebaut werden. Auf die besonderen Bedürfnisse der am wenigsten entwickelten Länder muss entsprechend eingegangen werden. Die Schuldenprobleme der Entwicklungsländer mit niedrigen und mittleren Einkommen müssen durch Maßnahmen auf nationaler und internationaler Ebene umfassend und wirksam angegangen werden, damit ihre Schulden auf lange Sicht tragbar werden.
Weitere Basisinformationen in Deutsch von der Deutschen Gesellschaft der Vereinten Nationen:
http://www.dgvn.de/fileadmin/user_upload/PUBLIKATIONEN/Basis_Informationen/BI-Millenniumsziele-V3.pdf
Von Black&White engagieren wir uns dafür, dass die Ziele in den afrikanischen Ländern verwirklicht werden. Und wir wollen dazu beitragen, dass die deutsche Öffentlichkeit hinter diesen Forderungen steht und auf ihre Verwirklichung drängt.
Es gibt zwar inzwischen einzelne Fortschritte, insgesamt aber ist noch kein Durchbruch in den afrikanischen Ländern erreicht. Wir wollen uns mit der Lebenssituation der Armen in Afrika beschäftigen und uns kundig machen, warum die Umsetzung der Ziele zu scheitern droht, und was man machen kann, damit die Initiative doch noch ein Erfolg wird. Wir fänden es gut, wenn sich die Mitglieder damit befassen, vielleicht besonders mit einer der Forderungen, die Ihr für besonders wichtig haltet und mit dem Land, für das ihr Euch besonders engagieren wollt.
Hier gibt es Informationen mit Länderberichten zu den Länden des südlichen Afrikas, einschließlich Kongos in Deutsch.
http://millennium-entwicklungsziele.de
Aktionen der Kampagne findet ihr hier:
http://www.deine-stimme-gegen-armut.de/start.html
und hier:
http://www.millenniumcampaign.de/
Daten zur Verwirklichung der Ziele in den einzelnen Ländern könnte Ihr über eine Weltkarte hier finden –
in Englisch:
http://www.un.org/millenniumgoals und http://www.undp.org/mdg/resources2.shtml, und http://mdgs.un.org/unsd/mdg/Default.aspx
un ein Bericht zum Zwischenstand 2007: http://www.un.org/millenniumgoals/docs/MDGafrica07.pdf
und in Französisch:
http://www.un.org/french/millenniumgoals/ und http://www.undp.org/french,
Soweit erst einmal zum Einlesen. Weitere Infos könnt Ihr bekommen, fragt nach und bereitet Euch bitte vor.
Grüße, Wolfgang
PS: Und hier noch einige Homepage, auf denen man sich über die Situation und Umsetzung und Projekte in einzelnen Ländern informieren kann, in verschiedenen Sprachen.
Statistiken zu Ländern in Englisch:
Kongo-Kinshasa: http://mdgs.un.org/unsd/mdg/Data.aspx?cr=180
Kamerun: http://mdgs.un.org/unsd/mdg/Data.aspx?cr=120
Burundi: http://mdgs.un.org/unsd/mdg/Data.aspx?cr=108
Uganda: http://mdgs.un.org/unsd/mdg/Data.aspx?cr=800
Äthiopien: http://mdgs.un.org/unsd/mdg/Data.aspx?cr=231
Sambia: http://mdgs.un.org/unsd/mdg/Data.aspx?cr=894
Kenya: http://mdgs.un.org/unsd/mdg/Data.aspx?cr=404
Mozambique: http://mdgs.un.org/unsd/mdg/Data.aspx?cr=508
Indikator Handbuch, Französisch: http://mdgs.un.org/unsd/mdg/Resources/Attach/Indicators/HandbookFrench.pdf
Englisch:
http://mdgs.un.org/unsd/mdg/Resources/Attach/Indicators/HandbookEnglish.pdf
zwei Organisationen versuchen modellhaft die Millenniumsziele in Millenniumsdörfern umzusetzen,
die Welthungerhilfe (in Deutsch), hier findet Ihr etwa Berichte zu solchen Modellen in Mozambique und Ruanda: http://www.welthungerhilfe.de/millenniumsdoerfer.html
und von den Vereinten Nationen unter dem Titel Millenniumprojekt in Englisch:
http://www.unmillenniumproject.org/mv/index.htm
mit Dörfern in vielen Ländern Afrikas
http://www.unmillenniumproject.org/mv/mv_closer.htm
Hallo, geben Sie dieses Schreiben bitte an Afrikanerinnen und Afrikaner (und andere, die am Thema interessiert sind).
Black&White-Kampagne: Mit Afrika zusammenarbeiten für die Überwindung extremer Armut, für die pünktliche Verwirklichung der Millenniums-Entwicklungsziele bis 2015!
Wir sind ein von Afrikanern und Deutschen gemeinsam getragener Verein, der vor allem die Zusammenarbeit dieser beiden Gruppen in Deutschland fördert; wir arbeiten daran, dass zur Unterstützung der Menschen in den afrikanischen Länder, die sich für die Überwindung extremer Armut einsetzen, hier mehr Kapazität aufgebaut wird und fördern dazu bundesweit die Zusammenarbeit, um eine politische Stimme von Gewicht für Afrika zu bekommen. Wobei wir davon ausgehen, dass die Überwindung von Armut in Afrika allen Menschen dieser Erde nützt, da es die Basis für eine friedliche Zukunft ist. Daran können alle Interessierten mitwirken, auch wenn sie nicht zu dem ersten Treffen kommen können; wir denken etwa daran, eine (mehrsprachige) Homepage zu dem Thema aufzubauen.
Mehr Infos über Black&White: www.blackandwhite-schwarzundweiss.de; Telefon: 05655-924981/0171-9132149, Anschrift: Black&White, Bahnhofstr. 15, 37281 Wanfried.
Einladung zum Basistreffen: Gemeinsam engagieren für die Überwindung extremer Armut und die Verwirklichung der Millenniums-Entwicklungsziele
Samstag, 23. Februar im Black&White-Zentrum in Wanfried, 11 bis 17 Uhr
Unsere Motivation: Wir wollen es nicht mehr hinnehmen, dass in dieser reichen Welt Menschen verhungern, keinen Zugang zum Gesundheitswesen und Medikamenten, zu Trinkwasser oder zur Schulbildung haben. Wir wissen, dass die Welt die Wirtschaftskraft hat, allen Menschen eine Zukunft zu ermöglichen und wollen dazu beitragen, dass alle diese Zukunft bekommen. Nach einer Welt-Vermögensermittlung der Universität der Vereinten Nationen verfügt bisher die Hälfte der Menschheit nur über 1 Prozent des Weltvermögens, während die reichsten zwei Prozent 51 Prozent besitzen, die reichsten zehn Prozent 85 Prozent.
Ansatz Millenniumsziele: Es ist ein Fortschritt, dass die Weltpolitik mit den Millenniums-Entwicklungszielen im Jahr 2000 erstmals umfassende Ziele für einen festgelegten Zeitraum zur Überwindung der extremen Armut vereinbart hat. Die Weltpolitik hat damit festgelegt, dass sie politisch verantwortlich ist, die weltweite Armut gemeinsam zu überwinden. Dies haben wir vor allem dem ehemaligen UN-Generalsekretär Kofi Annan zu verdanken, der diese konkrete Festlegung durchgesetzt hat.
Die Regierungen der Welt haben mit der Verabschiedung der Millenniums-Entwicklungsziele zugesichert, dass bis zum Jahr 2015 alle Kinder der Welt in die Grundschule gehen werden, entschiedene Fortschritte bei der Überwindung von Hunger und extremer Armut, der Bekämpfung von Krankheiten wie Malaria oder Aids erreicht sein werden. Sie haben zugesichert, dass bis dahin viel weniger Kinder und Mütter sterben werden, die Gleichberechtigung von Frauen ebenso vorangekommen sein wird, wie die nachhaltige ökologische Entwicklung und gerechte Handels- und Finanzbeziehungen. Inzwischen ist aber sicher, dass für viele in extremer Armut lebender Menschen vor allem in Afrika diese Ziele bis 2015 nicht erreicht werden. Wenn es auch in mehreren Ländern vereinzelt Fortschritte gibt.
Die Wirtschaftskraft, das Geld auf der Welt ist da, um extreme Armut zu überwinden, aber bisher noch nicht der politische Wille der Gesellschaften und Staaten, der aus Worten auch Taten werden lässt. Dieser Fortschritt an weltweiter Solidarität darf aber nicht verloren werden. Menschen, wie der für die UNO arbeitende amerikanische Entwicklungsökonom Jeffrey Sachs, meinen, dass die Ziele immer bis 2015 noch erreichbar sind, aber dazu das Engagement der Bürger dieser Erde und ihr Druck auf die Regierungen nötig ist, die von ihnen eingegangenen Verpflichtungen auch zu erfüllen.
Hier sehen wir unsere Aufgabe: Wir wollen helfen den politischen Willen aufzubauen, der zur Beseitigung der extremen Armut führt, als Schritt hin zu gleichwertigen Lebensbedingungen weltweit. Wir wollen dabei einerseits die weltweite Bewegung für die Umsetzung der Millenniumsziele unterstützen, uns aber vor allem auf die Unterstützung für die Erreichung in den afrikanischen Ländern konzentrieren. Zum einen ist hier der Rückstand noch am größten, zum anderen ist die Überwindung der Armut hier auch politisch grundlegend, da die Zerrissenheit hier vielfach zu Staatsverfall, Gewalt, Krieg und unmenschlichen Fluchtbedingungen führt. Und in Afrika ist die geschichtliche Verantwortung Europas durch Sklavenhandel , Kolonialzeit, Einflussnahme im Kalten Krieg groß für diese Zustände: Diese Zeit wirkt in Afrika bis heute nach, hat Strukturen geschaffen, die es schwer machen, die Armut zu überwinden. Und nicht zuletzt ist die afrikanisch- europäische Zusammenarbeit auch das Hauptziel unseres Vereins.
Wie könnten wir aktiv werden: Zuerst einmal wollen wir gemeinsam Kapazität für die Kampagne: Mit Afrika zusammenarbeiten für die Überwindung extremer Armut! aufbauen:
1.) Die Lebensbedingungen in Afrika und der drastische Unterschied zum Leben in den Industrieländern sind in Deutschland vielen nicht bekannt. Wir wollen sie bekannter machen und dazu selber über Basisdaten und aktuelle Entwicklungen kundig machen. Auch das geht am besten von Afrikanern mit ihren persönlichen Erfahrungen und Deutschen gemeinsam.
2.) Wir wollen uns mit den Gründen von Armut und Hunger, aber auch der Einkommensunterschiede in den Ländern und zwischen den Ländern beschäftigen, um die Möglichkeiten für Veränderungen zu untersuchen.
3.) Wir wollen untersuchen, wie es um die Umsetzung der Millenniumsziele in einzelnen afrikanischen Ländern konkret steht, um den Grundschulbesuch, den Abbau von Hunger, den Auswirkungen des Klimawandels, etc.. Und was die Gründe sind für das Erreichen, bzw. nicht Erreichen der Ziele. Was in den Ländern verbessert werden kann und was von der internationalen Gemeinschaft. Und dafür eventuell Gruppen bilden, die kontinuierlich diese Länder beobachten und unterstützen.
4.) Wir wollen untersuchen, wer sich in den Länden für das Erreichen der Ziele einsetzt und wer sich damit in anderen Ländern befasst, um mit ihnen in Meinungs- und Wissensaustausch zu treten, sie auch – wo möglich – zu unterstützen.
5.) Wir wollen das in der Zusammenarbeit von hier lebenden Afrikanerinnen und Afrikanern und Deutschen (oder auch Menschen anderer Länder, die sich dafür einsetzen wollen) erreichen.
6.) Bei einem ersten Treffen wollen wir am 23. Februar anfangen, gemeinsames Basiswissen aufzubauen und festlegen, wie wir die Arbeit anfangen.
Wenn Ihr genauere Informationen haben wollt, kommen wollt und einen inhaltlichen Beitrag leisten wollt und könnt, meldet Euch bitte.
Unterstützungsaktion für Punkt 8: Schaffung einer Entwicklungspartnerschaft: für eine faire Handelspolitik gegenüber Afrika, sie können diese Petition durch en Schreiben an den Bundestag unterstützen:
AZ 1-16-09-744-028235 – Aktenzeichen dieser Petition, wichtig, wenn man sich anschließen will.
An den Datum: 23.10.2007 Deutschen Bundestag Petitionsausschuss
Platz der Republik 1 11011 Berlin
Petition an den Deutschen Bundestag
Über welche Entscheidung/welche Maßnahme/welchen Sachverhalt wollen Sie sich beschweren? (Kurze Umschreibung des Gegenstands Ihrer Petition)
An die zuständigen Minister im Bundeskabinett und die Bundeskanzlerin: Ich bitte Sie,
auch im Namen der Mitglieder des Vereins Black&White und des Afrikaforums im
Entwicklungspolitischen Netzwerk Hessen auf einen Richtungswechsel in den
derzeitigen Verhandlungen über Economic Partnership Agreements (EPAs)
hinzuwirken und damit sicherzustellen, dass die Interessen von Millionen von armen Menschen und ihrer Umwelt in Afrika, der Karibik und dem Pazifik Vorrang vor regionalen Freihandelsabkommen bekommen. Um der Verpflichtung der Europäischen Union zur Verwirklichung von nachhaltiger Entwicklung durch neue Handelsabkommen mit den AKP-Staaten nachzukommen, ersuchen wir Sie, den derzeitig von der Europäischen Kommission ausgeübten Verhandlungsdruck auf die AKP-Staaten zur Unterzeichnung ungerechter Handelsabkommen zu beenden und
Sicherzustellen
Was möchten Sie mit Ihrer Bitte/Beschwerde erreichen?
-dass die AKP-Staaten nicht gezwungen werden, ihre Märkte für eine unfaire
Konkurrenz aus Europa zu öffnen, die Schäden für die Wirtschaft und die Umwelt nach sich ziehen würde; - die EU davon ablässt, auf einer gegenseitigen Marktöffnung im Güterhandel zu beharren, - es umfassende Wirkungsanalysen und eine demokratische Diskussion der Vertragsentwürfe unter Einbeziehung unabhängiger Experten, der nationalen Parlamente, der Bauernverbände, Gewerkschaften, des privaten Sektors sowie anderer zivilgesellschaftlicher Interessensgruppen gibt, - die Zölle für AKP-Exporte nicht zu erhöhen und Störungen des gegenseitigen Handel für den Falle des Nichtzustandekommens eines EPAs bis zum Jahresende auszuschließen, - die EU neue und zusätzliche EZ-Mittel in erheblichem Umfang zur Verfügung stellt, um die Produktivität in den AKP-Staaten zu stärken und ihren Anteil am Welthandel zu steigern.
Gegen wen, insbesondere welche Behörde/Institution richtet sich Ihre Beschwerde?
Die für die Handelspolitik der EU zuständigen Bundesminister
Bitte geben Sie eine kurze Begründung für Ihre Bitte/Beschwerde:
Angesichts der europäischen und auch deutschen Verantwortung für Sklavenhandel und Kolonialisierung, die wesentlich mit zur unterschiedlichen wirtschaftlichen Entwicklung Afrikas und Europa beigetragen haben, der Verpflichtung durch die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, auch in Afrika (u.a.) das Recht auf ein menschenwürdiges Leben zu sichern und besonders der Unterstützung der Milleniumsziele, die auf eine Beseitigung der extremen Armut weltweit zielen, müssen die Partnerschaftsabkommen sicherstellen, dass sie vor allem den Armen in Afrika (und den anderen Staaten, mit denen die Abkommen verhandelt werden) dienen und nicht v.a. um den Reichtum in den Industrieländern und vielleicht auch noch kleiner afrikanischer Eliten zu steigern.
Für Black&White und das Afrikaforum im Entwicklungspolitischen Netzwerk Hessen
Die Idee für unsere Engagement:
Ergreifen wir die ernste Chance, Armut weltweit und v.a. in Afrika zu verringern
In Afrika leben immer noch mehr als 40 Prozent der Menschen von Einkommen von weniger als einem Dollar täglich, haben 56 Prozent keinen Zugang zu sauberem Wasser, gibt es eine hohe Sterblichkeit von Müttern während Geburt und Schwangerschaft, sterben viele Kinder an Todesursachen, die mit einfachen Maßnahmen bekämpft werden könnten, wie Masern, können viele nach wie vor nicht einmal die Grundschule besuchen oder abschließen, verschlechtern sich die Lebensbedingungen der Bauern durch den Klimawandel, leiden sie zudem immer noch unter ungerechten Handelspolitiken von Europa und den USA. Dabei hat Afrika mit seinen riesigen Rohstoffvorkommen gute Chancen für die Zukunft.
Im Jahr 2000 haben die Regierungen der Welt ganz konkret zugesichert, dass bis zum Jahr 2015 auf all diesen Gebieten grundlegende Verbesserungen erzielt sein werden. Jedes Land muss seit dem Jahr 2000 jährlich Fortschritte (oder Rückschritte) dokumentieren; arme und reiche Länder haben die gemeinsame Verpflichtung anerkannt, gemeinsam die extreme Armut weltweit zu überwinden und dazu auch ihre Umweltpolitik, internationale Handels- oder Finanzpolitik zu ändern. Bei der Halbzeitbilanz in diesem Jahr 2007 ist aber traurige Gewissheit geworden, dass viele afrikanische Länder selbst diese elementaren Lebensbedingungen für Millionen von Menschen bis zum Jahr 2015 nicht verbessern werden. Wenn es auch in einzelnen Ländern auf einzelnen Gebieten Fortschritte gibt. Unter dem Motto: Ihr habt das versprochen, wir dulden keine Entschuldigung, und wir sind wirklich die Generation, die Hunger beseitigen kann, formiert sich inzwischen eine weltweite Bewegung von Initiativen, die eine erneutes Scheitern eines großen Entwicklungsversprechens nicht hinnehmen will. Wir zählen uns dazu.
Wir wollen uns ganz konkret mit den Fragen auseinandersetzen, wie es um die Umsetzung der Milleniumsziele in afrikanischen Ländern steht. Was die Gründe für mangelnde Fortschritte sind: Korruption? Unfaire Einflussnahmen des Nordens? Mangelnde Unterstützungsgelder? Falsche Wirtschaftpolitiken? Welche Ideen es in den Ländern gibt, die Sache zum Erfolg zu führen und wie sie unterstützt werden können. Wir wollen dazu hier lebende Afrikanerinnen und Afrikaner und Deutsche, denen das Überwinden von Armut ein Anliegen ist, zusammenbringen, um uns gemeinsam mit unseren unterschiedlichen Kenntnissen über Afrika und Europa damit zu befassen, Kontakte nach Afrika aufbauen und Unterstützungsinitiativen ergreifen. Und das möglichst auch zusammen mit Lehrerinnen und Schülern, um zu lernen, wie man praktisch eingreifen kann, um eine Welt ohne extreme Armut zu schaffen.
Wir veranstalten im nordhessischen Wanfried in der alten Polsterei (hier will unser Verein eine Stiftung zum Zweck deutsch-afrikanischer und internationaler Begegnung und Zusammenarbeit aufbauen) dazu einen ersten Workshop am 22. und 23. Februar 2008. Melden Sie sich, wenn Sie Interesse haben.
Einige Informationsquellen und Links zu den Milleniumszielen (werden weiter aktualisiert):
Über die Umsetzung der Milleniumsziele im südlichen Afrika berichtet die Koordinationsstelle Südliches Afrika (KOSA)
http://www.millennium-entwicklungsziele.de/
Untersuchung über Sambia: http://www.millennium-entwicklungsziele.de/
Wikipedia über die Milleniumsziele:
http://de.wikipedia.org/wiki/Millennium-Gipfel
Unterstützungskoalition in Deutschland:
http://www.deine-stimme-gegen-armut.de/themen/8-milleniumsziele.html
Die UNO-Homepage:
http://www.un.org/millenniumgoals/
NGO zur Bilanz:
http://www.glocalist.com/index.php?id=20&tx_ttnews%5Btt_news%5D=1895&tx_ttnews%5Bcat%5D=1&cHash=65c6c07f7e
Regionale Unterstützer in Mainz und Rheinland-Pfalz:
http://www.millenniumziele-mainz.de/
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