Schülerkongress 2009
Probleme global angehen
Schüler- und Jugendkongress in Wanfried thematisiert Solidarität mit Afrika
von Fabian Hartmann
Wanfried Die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise macht vor keinem Staat halt. Während die Politiker in Deutschland darüber diskutieren, mit welchen Maßnahmen die Konjunktur am ehesten stabilisiert werden kann, trifft die Krise die afrikanischen Länder mit voller Wucht. Der Schüler- und Jugendkongress "Niemanden im Regen stehen lassen", der am Wochenende in Wanfried stattfand, rücke den Schwarzen Kontinent in den Mittelpunkt.
Die Wanfrieder Gruppe Black & White hat den zweitägigen Kongress in der Gesamtschule organisiert und zahlreiche Regerenten in den östlichsten Zipfel Hessens gehol. Mehr als 70 Jugendliche aus dem ganzen Bundesgebiet nahmen an dem Wochenende teil, das eine Analyse der wirtschaftlichen und politischen Situation in Afrika bot. Wolfgang Lieberknecht von der Wanfrieder Black & White Gruppe zeigte sich daher vollends zufrieden. "Es war das erste Mal, dass so etwas in Wanfried stattfand. Die Jugendlichen waren hoch motiviert und die Referenten hielten spannende Vorträge", so Lieberknecht im Gespräch mit der Werra-Rundschau.
Die 14-jährige Teresa Schack ist aus Eisenach angereist, um ein Zeichen der globalen Solidarität zu setzen. Die afrikanischen Trommler der Wanfrieder Gruppe haben ihr dabei am besten gefallen. "Die vielen Vorträge, die auch mit Bildern untermalt waren, haben die katastrophale Situation in Afrika gut verdeutlicht", sagte sie. Marie Pommerrrening hingegen ist Mitglied der Landesschülervertretung in Hamburg. Auch wenn die Redebeiträge teilweise zu lang gewesen seien, sieht sie das Wochenende als gelungen an. "Neben den vielen Infos, die wir erhalten haben, gefällt mir die schöne nordhessische Landschaft", hat der Kongress in Wanfried auch einen positiven geografischen Eindruck bei ihr hinterlassen. Wichtig sei jedoch, darin waren sich alle Teilnehmer einig, dass jeder seinen Beitrag zu einer gerechten Welt leisten kann.
Hintergrund
"Niemanden im Regen stehen lassen"
Der Schüler- und Jugenkongress "Niemanden im Regen stehen lassen" wurde von der Wanfrieder Black&White-Gruppe organisiert. Gruppen dieser Art gibt es weltweit. Ziel ist es, die globale Verständigung zu fördern und einen Beitrag zu einer gerechteren Welt zu leisten. Das Wochenende in Wanfried wurde von zahlreichen Referenten begleitet. Dr. Jörg Goldberg, Sozialwissenschaftler aus Frankfurt, zeigte Auswirkungen der aktuellen Krisen auf Afrika auf. Dr. Renée Ernst von den Vereinten Nationen informierte über die Milleniumsziele der Weltgemeinschaft, die vorsehen, die globale Armut zu verringern. 70 Jugendliche besuchten den Kongress. (fh)